ELVIS

Kino
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Datum: Mi, 10. Aug 2022 20:30

 

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Als der junge Sänger Elvis Presley (Austin Butler) von dem zwielichtigen Colonel Tom Parker (Tom Hanks) entdeckt wird, ist es der Auftakt einer Erfolgsgeschichte. Elvis wird von dem Rummelplatz-Manager zur Attraktion einer durch die USA tingelnden Show gemacht und avanciert bald zum Superstar. Die eigenwilligen Tanzbewegungen des mit Blues und Gospel-Musik aufgewachsenen Elvis versetzen vor allem seine weiblichen Fans in Ekstase, doch erzürnen auch die Sittenwächter. Während Elvis sich in seiner Zeit als US-Soldat in Deutschland in die junge Priscilla (Olivia DeJonge) verliebt und so eine weitere signifikante und prägende Person in sein Leben tritt, bekommt die Beziehung zu seinem Manager im Laufe von 20 Jahren immer mehr Risse. Als die Gewalt gegen Schwarze zunimmt und Martin Luther King ausgerechnet in Elvis' Heimat Memphis ermordet wird, will sich der Superstar klar positionieren. Doch nicht nur dafür muss er sich gegen den Colonel durchsetzen - auch seine eigenen Vorstellungen vom Verlauf seiner Karriere stimmen immer weniger mit denen von Tom Parker überein...

Dank der Kassenerfolge von „Rocketman“ und noch mehr „Bohemian Rhapsody“ (der erfolgreichste Film 2018 in Deutschland) ist es plötzlich wieder möglich, für Musiker-Biopics echte Blockbuster-Budgets zu bekommen – und genau so eines hat Baz Luhrmann auch gebraucht, um seine ausschweifende Vision eines Films über Elvis Presley Realität werden zu lassen. Schließlich ist der australische Regisseur dafür bekannt, in seinen Filmen gnadenlos auf den Putz zu hauen und im Kern tragische Geschichten als bewusstseinserweiternde Glitzer-Operetten zu inszenieren.

Und so verwundert es nicht, dass das Mastermind hinter Hochglanz-Überwältigungskino wie „Romeo + Julia“, „Moulin Rouge“ oder „Der große Gatsby“ auch seinen Elvis-Film als berauschende Rock’n‘Roll-Sause anlegt. „Elvis“ ist ein Film, bei dem ein möglichst voller Kinosaal wie bei einem Konzert mitgehen und immer wieder tosenden Szenenapplaus verteilen soll. Zugleich nehmen die klassischen Biopic-Elemente im Verlauf der zweieinhalb Stunden dann doch immer mehr zu – und die fallen leider enttäuschend generisch und oberflächlich aus.

Wenn Elvis (Austin Butler) die Bühne betritt, dann bräuchte er für seine Hüften eigentlich einen Waffenschein!



Als der Rummelplatz-Manager Colonel Tom Parker (Tom Hanks) auf einen jungen Sänger namens Elvis Presley (Austin Butler) aufmerksam wird, wittert er eine Sensation: Musik und Stimme des Sängers sind vom Rhythm and Blues geprägt, aber Elvis ist weiß – und diese unbekannte (und für viele unerhörte) Mischung lässt sich im Amerika der 1950er Jahre sicher grandios vermarkten. Zudem liefert der junge Mann mit der markanten Haartolle auf der Bühne eine Wahnsinns-Show ab – und so wird Elvis bald zum umjubelten Star und Sex-Symbol …

… was allerdings auch die Sittenwächter*innen auf den Plan ruft: Zwei Jahre als Soldat in Deutschland sollen ihm ein Image als braver Vorzeige-Bürger und familientauglicher Hollywoodstar verpassen. Doch davon hält Elvis nicht viel – und als er mit der jungen Priscilla (Olivia DeJonge) verheiratet in die Staaten zurückkehrt, dauert es nicht lange, bis er gegen die strengen Vorgaben seines Managers, der mehr am Geld als an der künstlerischen Integrität seines Klienten interessiert ist, zu rebellieren beginnt...

Elvis, der Superheld


Elvis, der sich als Comic-Fan outet und gerne wie sein Lieblingsheld fliegen können würde, wird von Baz Luhrmann selbst als eine Art Superheld in Szene gesetzt. Seine Superkräfte sind die Musik – und natürlich das skandalös-unzweideutige Schwingen seiner Hüften, als hätte er eine 50er-Jahre-Variante des Twerkens erfunden! In mitreißenden Konzertszenen wirbelt Austin Butler absolut überzeugend als Elvis über die Bühne, bis vor allem die Frauen im Publikum vor Ekstase kreischen und ihre Unterwäsche auf die Bühne werfen. Elvis bewegt sich wie ein junger Gott, der ziemlich horny ist – dabei gilt seine Begierde aber nicht in erster Linie den Frauen, sondern der Liebe seiner Fans. Die erste in einem Affentempo geschnittene und erzählte Stunde von „Elvis“ ist durchweg elektrisierend.

Dass es vor allem die Liebe zu Schwarzen Künstler*innen wie B.B. King (Kelvin Harrison Jr.) und Mahalia Jackson ist, die Elvis schon früh geprägt und seinen Musikstil maßgeblich beeinflusst hat, visualisiert der Film mit einer starken Rückblende: Elvis, der als einer der wenigen Weißen in einer Nachbarschaft mit mehrheitlich Schwarzer Bevölkerung aufwächst, wird als kleiner Junge von dem Gospel-Gesang eines Gottesdienstes geradezu magisch angezogen. Mit einem aufgenähten Blitz auf seiner Latzhose – er spielt gerade seinen Lieblingshelden Captain Marvel Jr. – taucht er in die Menge der berauscht Singenden und Tanzenden ein, bis er selbst beseelt zuckend ein Teil von ihr wird. Es ist die Geburtsstunde eines musikalischen Superhelden – und diese pure Ekstase überträgt nicht nur Elvis später auf seine Konzertbesucher*innen, sondern auch Baz Luhrmann auf sein Kinopublikum.

Als Elvis seine spätere Frau Priscilla (Olivia DeJongei) kennenlernt, ist diese erst 14 Jahre alt – was im Film allerdings unerwähnt bleibt.



„Elvis“ funktioniert immer dann am besten, wenn sein Titelheld von wilden Kamerafahrten, Nahaufnahmen und Split Screens begleitet auf der Bühne die Sau rauslässt – da ist Baz Luhrmann, der schon seit seinem Erstling „Strictly Ballroom“ ganz genau weiß, wie man Tanzszenen mitreißend inszeniert, bevor er mit „Moulin Rouge“ das visuell wohl berauschendste Leinwandmusical des angebrochenen Millenniums abgeliefert hat, voll in seinem Element. Erzählt wird der Film allerdings gar nicht aus der Perspektive von Elvis, sondern der seines zwielichtigen Managers, Colonel Tom Parker, trotz Fatsuit und Make-up mit dem unverkennbaren Tom-Hanks-Gestus und einem eher gewöhnungsbedürftigen niederländischen Akzent verkörpert.

Dass die Beziehung des Colonel zu seinem Schützling – bzw. vielmehr seinem Goldesel – im Vordergrund steht, der Film also keine objektive Außenperspektive einnimmt, ermöglicht es Baz Luhrmann auch, problematischere Aspekte seines Titelcharakters – wie die Beziehungen zu minderjährigen Mädchen – einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Denn um den „echten Menschen“ Elvis Presley geht es dem Regisseur hier sowieso nicht. Sein „Elvis“ ist, zumindest in der ersten Hälfte, die ekstatische Feier einer überlebensgroßen Bühnen-Persona, die bis in die Gegenwart mit ihrer Musik die Menschen berührt – auch wenn heute wahrscheinlich (fast) niemand mehr kreischend zusammenbricht, wenn er oder sie an Elvis denkt.

 

Genre:
Biografie, Musik
Regie:
Baz Luhrmann
Darsteller:
Austin Butler, Tom Hanks, Olivia DeJonge
Filmlänge (min):
159
Altersfreigabe:
FSK ab 12 freigegeben
Produktionsland:
USA
Erscheinungsjahr:
2022
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